In diesem Blogartikel lesen Sie, warum IT-Sicherheit auch für kleine und Kleinstunternehmen wichtig ist und was Unternehmen ohne großen Kostenaufwand selbst umsetzen können. Wichtig ist: IT-Sicherheit und Datenschutz geht uns alle an.
Lesezeit ca. 9min
Heile Welt - nicht in der IT - Schützen Sie Ihre Daten

IT-Sicherheit in kleinen Unternehmen: Warum sie unerlässlich ist

Leider ist die heutige Welt nicht so „heil“ und ruhig/beschaulich wie auf dem oben Foto. Vielmehr lauern Gefahren an jeder Ecke/Bildschirm. Dieser Blog soll Ihnen helfen, Ihre IT etwas sicherer zu machen.

Unser Kommunikationsverhalten hat sich über die Jahre stark verändert. Früher wurden Informationen durch einen direkten Kontakt oder als Brief übermittelt.

Heutzutage werden Informationen zu einem großen Teil elektronisch per E-Mail, Messanger usw. versendet.

Und genau an dieser Stelle entwickeln Schwachstellen, die von Cyberkriminellen ausgenutzt werden.

Kommunikation früher

In der heutigen digitalen Ära sind Daten und Informationen das Gold des 21. Jahrhunderts. Selbst kleine Unternehmen verlassen sich zunehmend auf Technologie, um ihre Abläufe zu optimieren und den Kontakt zu Kunden und Lieferanten zu pflegen. Doch während die Technologie viele Vorteile bietet, birgt sie auch Risiken, insbesondere in Bezug auf die IT-Sicherheit.

Viele kleine Unternehmen gehen fälschlicherweise davon aus, dass sie aufgrund ihrer Größe kein Ziel für Cyberangriffe sind. Doch in Wirklichkeit sind gerade sie häufig im Fadenkreuz von Hackern, da ihre Sicherheitssysteme oft weniger fortgeschritten sind als die von größeren Unternehmen.

Warum ist IT-Sicherheit so wichtig?

Datenschutz:
Schutz personenbezogener Daten vor unbefugtem Zugriff

Vertraulichkeit:
Sicherstellung, dass Informationen nur für Berechtigte zugänglich sind

Reputation:
Vermeidung von Rufschädigung durch Sicherheitsvorfall

Verfügbarkeit:
Zuverlässiger Zugriff auf Daten und Systeme

Compliance:
Einhaltung gesetzlicher und regulatorischer Vorgaben
(DSGVO, KRITIS / NIS-2)

Finanzielle Risiken:
Schutz vor finanziellen Verlusten durch Angriffe oder Datenverlust

Wettbewerbsvorteil:
Vertrauen von Kunden und Geschäftspartnern durch sichere IT-Infrastruktur

Cyberkriminalität:
Abwehr von Angriffen, Betrug und Spionage

Betriebskontinuität:
Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs auch bei Sicherheitsvorfällen

Prävention ist der Schlüssel

Größenvergleich Securepoint Firewall Black Dwarf G5 und Pro G5

Zum Schutz vor diesen und anderen Bedrohungen ist es unerlässlich, in effektive IT-Sicherheitsmaßnahmen zu investieren. Dies beginnt mit der Schulung der Mitarbeiter. Viele Sicherheitsverletzungen erfolgen durch menschliches Versagen, sei es durch das Öffnen schädlicher E-Mail-Anhänge oder durch den Einsatz unsicherer Passwörter.

Firewalls, Antivirenprogramme, Mobile Security Management (MDM) und regelmäßige Sicherheitsupdates sind ebenfalls von entscheidender Bedeutung. Es ist wichtig, Software und Betriebssysteme und Software stets auf dem neuesten Stand zu halten, da Hacker ständig nach Schwachstellen suchen und diese gezielt ausnutzen.

Für kleine Unternehmen, die nicht über die Ressourcen verfügen, um einen eigenen IT-Sicherheitsspezialisten zu beschäftigen, kann es sinnvoll sein, externe Dienstleister für IT-Sicherheitsdienste in Anspruch zu nehmen. Diese können nicht nur bei der Implementierung von Sicherheitsmaßnahmen helfen, sondern auch regelmäßige Überprüfungen durchführen und im Falle eines Sicherheitsvorfalls Unterstützung bieten.

Noch ein Hinweis zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO):

Im Artikel der EU-DSGVO steht:

Unter Berücksichtigung des Stands der Technik, … treffen der Verantwortliche und der Auftragsverarbeiter geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten … 

Was ist mit „Stand der Technik“ gemeint?

  • unbestimmter Rechtsbegriff
  • hierdurch keine ständigen Gesetzanpassungen, nur weil sich die Technik weiterentwickelt hat
  • macht fortlaufende Investitionen notwendig

Die Begriffsbestimmung erfolgte bereits 1978 durch das BVerfGE (Beschl. v. 08.08.78). Wichtig ist noch zu beachten, dass DSGVO eine Manager- / Geschäftsführerhaftung vorsieht. 

Lieferketten / Supply Chain - Cyberangriffe nehmen zu.

Lieferketten-Angriff (Supply Chain)

Kriminelle greifen einen Zulieferer des „Zielunternehmens“ an, um Zugang zu den Systemen / der IT bekommen. 

Eine andere Möglichkeit ist, die Produktion beim Zulieferer zu stören, um das Zielunternehmen zu treffen.

Ausfall des Zulieferers = keine Produktion

Prüfen Sie in diesem Zusammenhang, in wie weit NIS-2 ab Oktober 2024 für Sie gilt.
Mit NIS-2 soll verstärkt die kritische Infrastruktur geschützt werden.
Hierzu gehören nicht nur die entsprechenden Unternehmen sondern auch evtl. die Zulieferer.

Was kann ich tun?

2 überlegende Menschen - IT-Sicherheit - was kann ich tun
  • melden Sie sich bei https://haveibeenpwned.com an
  • spielen Sie zeitnah Updates ein
  • überlegen Sie 2x, ob der Link ok ist
  • erstellen Sie regelmäßig Backups
  • investieren Sie in neue und sichere Hardware & Software
  • schulen Sie Ihre Mitarbeitenden und sich selbst
  • nutzen Sie komplizierte Passwörter
  • aktivieren Sie Mehrfaktor-Authentifizierung (MFA)
  • verschlüsseln Sie Ihre Festplatten und USB-Sticks
    (Windows Pro -> Bitlocker, Apple -> FileVault)

"Have I been pwned?"
informiert Sie wenn Ihre E-Mail-Adresse im Netz auftaucht

Info von "have I been pwned?"
Info von "have I been pwned?"
Info von "have I been pwned?"

Spielen Sie Updates zeitnah ein

Fehlende Sicherheitsupdates sind ein beliebtes Angriffsziel

Hinweis auf ein Update bei Windows 11 in der Taskleiste
Hinweis auf ein Update bei Windows 11 in der Taskleiste
  • oft sind die Sicherheitslücken auch Angreifern bekannt
  • Schadprogramme suchen nach diesen
    Lücken im System und auf Websiten
  • Nicht nur das Betriebssystem, sondern auch Geräte (Drucker, IP-Telefone usw.) und Ihre Website müssen aktuell sein

Vor dem Klick lieber 2x nachdenken
Nicht immer sind Sie der Gewinner

 Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeitenden

 

  • schulen Sie Ihre Mitarbeitenden
  • schaffen Sie eine nachhaltige Sicherheitskultur
  • nutzen Sie hierfür Online-Angebote mit gefakten „Phishing-E-Mails“, Online-Schulungen und Zertifikat

Phishing-Angriffe erfolgen nicht nur
per E-Mail, sondern auch per SMS

Installieren Sie ein Anti-Virus-Programm

Phishing-Sicherheitsfunktionen in Microsoft365 Business Premium bei Keepsmile Design, Castrop-Rauxel (Ruhrgebiet)

 Anti-Virus-Programme schützen in Echtzeit den eingehenden und ausgehenden Mailverkehr über mehrere Instanzen.

Ein Anti-Virus-Programm gehört auf jeden Computer / Laptop.

Wir nutzen das Anti-Virus-Programm von Securepoint.

Kein Backup – kein Mitleid

Erstellen Sie regelmäßig manuell oder automatisch ein Backup Ihrer Unternehmensdaten

Microsoft OneDrive Cloud hilft Ihre Daten sicher aufzubewahren
  • was passiert wenn Ihre Festplatte beschädigt ist?
  • was ist wenn Ihr Computer “gehackt” wurde?
  • was passiert nach einem Diebstahl, Feuer, Hochwasser usw. (z.B. Ahrtal)?
  • erstellen Sie regelmäßig Backups Ihrer Daten (manuell oder automatisch)
    Automatische Backups durch einen Anbieter sind oft zuverlässiger
  • sichern Sie auch die Programmlizenzen / Keycodes
  • sichern Sie die Wiederherstellungs-Schlüssel
  • prüfen Sie regelmäßig Ihre Backups, ob Sie auch „funktionsfähig“ sind – können Daten zurück gesichert werden?

Kaufen Sie sichere Hardware und Software

Anzeige Gerätesicherheit
  • Computer mit alten Betriebssystemen (Win 7 oder Win 8) oder alten Anwendungsprogrammen (Microsoft Office 2013) sind eine ständige Gefahr
  • hat Ihr Computer schon den TPM-Sicherheitschip?
  • prüfen Sie die Gerätesicherheit (im Suchschlitz von Windows „Gerätesicherheit“ eintippen). Anschließend erhalten Sie weitere Infos. Wenn kein grüner Punkt mit weißem Haken erscheint, sollten Sie sich Gedanken machen.

Abschließende Gedanken

Nicht genutzte und öffentlich zugängliche LAN-Steckdosen (z.B. im Wartebereich) sind ein einfaches Einfallstor für „Angreifer“.

"offene" Lan-Dose ist ein Angriffsziel

Nutzen Sie „Managed Switche“ und deaktivieren Sie nicht genutzte Ports.

Auf den Bild sehen Sie einen Managed Switch in unserem Vorführraum. Port 1 ist mit dem Netzwerk verbunden. An Port 5, 6 und 7 (grün) sind unserer Videokonferenz-Systeme angeschlossen. Die anderen Anschlüsse sind deaktiviert (hellgrau) und nicht mit dem Netzwerk verbunden.

Managed Switche erhöhen die Datensicherheit

Die IT-Sicherheit ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess. Angesichts der ständig wachsenden und sich verändernden Bedrohungen ist es unerlässlich, wachsam zu bleiben und in die neuesten Sicherheitstechnologien zu investieren.

Kleine Unternehmen dürfen nicht den Fehler machen zu glauben, dass sie nicht ins Visier von Cyberkriminellen geraten können. Investitionen in die IT-Sicherheit sind keine optionalen Ausgaben, sondern eine notwendige Maßnahme zum Schutz des Unternehmens, seiner Kunden und seiner Reputation.

IT-Sicherheit mit Firewalls von Securepoint

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